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Kleine Monster

Nach längerer Zeit endlich mal wieder ein Nähprojekt: Zwei kleine Monster aus Stoffresten.
Finally another sewing project after quite a long time: Two little monsters made from fabric leftovers.

Ob es sich um männliche oder weibliche Wesen handelt ist schwer zu sagen, aber die beiden sind ein hübsches Paar und vertragen sich (bisher) prächtig.
It is hard to say weather they are male or female but in any case they are a handsome couple and get along extremely well with each other (so far).

Die Monster-Gesichter habe ich „freehand“ mit der Maschine genäht. Ein bisschen schief und krumm – aber das macht den Monster-Look aus! Für die Körper habe ich beim blauen Monster ein Stückchen Walk und beim blonden Monster einen Rest Zottelfell verwendet.
The Monster-Faces are freehand machine-embroidered – not perfect but that’s the monster-look! The blue monsters body is made of boiled wool called „walk“ and for the blonde one I used shaggy fake fur.

Natürlich haben die Monster auch Schuhe: die sind aus Filzresten mit Schnürsenkeln aus Stickgarn.
Of course the monsters have also shoes – made from felt leftovers with shoelaces made of embroidery floss.

Und auf dem Hintern haben die beiden jeweils ein kleine Tasche – so können sie sich die beiden auch von hinten sehen lassen. ;-)
And they both have a little back pocket – which makes them also look cute from the back.

Streifen (wie) gemalt

Streifen sind ja immer angesagt – und im Moment ganz besonders. Ich liebe Ringel und Streifen (gibt’s da eigentlich einen Unterschied?) und hamstere zwanghaft geringelte Shirts, Pullis, Socken und Stoffe sowieso. Ich habe sogar eine gestreifte Teekanne. Jetzt habe ich meiner Streifen-Shirt Kollektion noch eine weitere Variante hinzugefügt, nämlich gemalte Streifen.

shirt mit aufgemalten streifen

Dafür habe ich die Stofffarbe verwendet, die eigentlich für meine Stoffdruckexperimente vorgesehen war. Die eignet sich zum stempeln nicht so gut und musste deshalb anderweitig eingesetzt werden. Ich könnte jetzt noch rote, grüne, schwarze, gelbe und lila Streifen malen – blau ist so gut wie alle. ;-)

shirt mit aufgemalten streifen

Den Schnitt habe ich von einem alten Shirt abgenommen – ich glaube so etwas nennt man angeschnittene Ärmel. Die Schleife ist leider etwas üppiger geraten als geplant, weil ich ausgerechnet dort gekleckst habe und deshalb etwas umdisponieren musste. Angesichts des Wetters bin ich froh, dass ich mich für lange Ärmel entschieden habe. Die habe ich einfach umgekrempelt – zum Säumen hatte ich nämlich keine Lust.
Was die anderen Damen hübsches für diesen unfrühlingshaften Frühling gezaubert haben, seht Ihr wie jeden Mittwoch beim MMM.

Nikolausstiefel

bunte, genähte nikolausstiefel

Übermorgen ist Nikolaus! Die Stiefel brauchen aber dieses Jahr nicht zwingend gepuzt werden, denn in meinem Weihnachts-Selbermach-Wahn habe ich selbstverständlich (!) auch für Nikolausstiefel aus bunten Lieblingsstoffen gesorgt. Bei näherer Betrachtung könnten es auch Nikolaussocken sein, aber das ist ja eigentlich egal – Hauptsache es passt was rein!

nikolausstiefel close-up aufgesetzte Tasche

Für kleine Extra-Überraschungen hat jeder Stiefel noch ein kleines aufgenähtes Täschen am Schaft – natürlich mit allerlei Schnick-Schnack verziert (schließlich ist ja Weihnachten)…

nikolausstiefel close-up vom aufhänger

und hinten einen kleinen Aufhänger.

christmas stocking, fabric

Jetzt muss nur noch was in die Stiefel rein, aber dafür sind ja zum Glück noch zwei Tage Zeit. Der blaue Stiefel hier ist übrigens meiner – den finde ich am schönsten. :-) Ich wünsche Euch allen einen schönen Nikolaus mit prall gefüllten Stiefeln!
Viele wunderschöne Weihnachtsideen findet Ihr übrigens wie immer hier.

Ordnung muss sein!

Ich habe ein neues Lieblingsbuch. Darin geht es aber nicht – wie man vielleicht angesichts des Posttitels vermuten könnte – um die Kunst des Aufräumens oder fernöstliche Feng-Shui-Geheimnisse. Obwohl irgendwie doch…

„The great little book of needles“ ist ein Buch, das erstaunlicher Weise nahezu ohne Worte auskommt. Auf 8 zweifarbigen Filzseiten geht es ausschließlich um Nadeln. Um dicke Nadeln, dünne Nadeln, spitze Nadeln, stumpfe Nadeln, kleine Nadeln, große Nadeln, Nähnadeln, Sticknadeln und Nähmaschinennadeln. Kurzum es ist ein kleines praktisches Nadelbuch, dass mit meinem Nadel-Chaos nun endlich aufräumt.

Bisher habe ich sämtliche Nadeln, in verschiedenen unschönen Behältnissen aufbewahrt. Besonders diese Nähmaschinen-Nadel-Schachteln, haben mich immer genervt, weil man, wie bei einem Geduldspiel, die Nadel wieder in die Richtige „Rille“ zurückbefördern muss und außerdem nie weiß, ob die Nadeln nun schon benutzt oder noch ganz neu sind.
Das wird jetzt Gott sei Dank anders, weil ich nun alle Nähmaschinen-Nadeln, die ich so in Gebrauch habe, in diesem wunderbaren Nadelbuch aufbewahren kann. Und alle anderen Nadeln natürlich auch!

Und da sich so ein hübsche Nadelbuch so gar nicht mit dem scheußlichen Nadelkissen verträgt, dass ich bisher verwendet habe, habe ich noch ein passendes Nadelkissen fabriziert.

Herrlich! Ab sofort sind meine Nadeln wohlsortiert und hübsch anzusehen!
Noch mehr Creadienstags-Creationen gibt’s übrigens wie immer hier.

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Flowerprint-Shirt {MMM}


Heute mal ein gelungenes Experiment, das leider gründlich daneben ging.

Ich dachte, ich näh mir mal ein total schnuckeliges Shirt aus selbstbedrucktem Stoff. Bei dem Stoff handelt es sich um einen hellblau-weiß gestreiften Jersey, den ich mal günstig zu diesem Zweck auf dem Stoffmarkt gekauft habe. Ich muss zugegeben, dass mir der Stoff nicht so ganz geheuer war, weil er erstaunlich wenig dehnbar ist. Ob man daraus ein vernünftiges Shirt nähen kann?? Hmm… Ach, was soll’s die hellen Streifen sind so hübsch und außerdem der ideale Untergrund für mein Stoffdruck-Experiment! Ich nehm den jetzt einfach mal mit. Aus diesem Stoff habe ich dann also das Shirt zugeschnitten (Joana) …und ihr ahnt schon was jetzt kommt.

Der experimentelle Teil, nämlich das Bedrucken, war gar nicht das Problem. Das Stempeln hat – nach ein paar Versuchen – super geklappt. Statt eines Stempelkissens habe ich Acrylfarbe benutzt, die ich mit einem Schwämmchen auf den Stempel getupft habe. Ich war von meinem ersten Druck-Experiment ganz angetan und dachte „fein, dann nähe ich das Ganze jetzt schnell mal zusammen.“
Auf die gruseligen Details will ich jetzt nicht weiter eingehen. Auch wenn’s auf den Fotos vielleicht nicht so aussieht, dieses Shirt ist einfach furchtbar und definitiv nicht tragbar – und Schuld daran ist dieser gräßliche Jersey. Solange man sich nicht bewegt ist alles wunderbar. Aber sobald man den Arm hebt oder den Oberkörper dreht verwandelt sich das Shirt in eine Zieharmonika. Und nach vorne beugen geht gar nicht, weil der Ausschnitt nicht anliegt. Ich hab noch mal versucht ihn zu retten, aber da war nix zu machen.
Sobald ich mich von diesem Experiment erholt habe, werde ich aber noch mal einen Versuch wagen – natürlich mit einem anderen Stoff. ;-) Das Shirt gefällt mir nämlich eigentlich ganz gut, nur tragen werde ich es wohl nicht, es sei denn als Wachspuppe in Madame Tussauds Kabinett.
Mehr selbstgeschneiderte Experimente könnt Ihr übrigens wie immer hier bei Cathrine bewundern.

MMM: Joana – mit Blümchen und ohne Gräten

Ich bin überhaupt kein Anhänger von der „Langes-Shirt-über-Hose-Kombination“. Das sieht an anderen immer toll aus – an mir nie. Deshalb war mein ursprünglicher Plan auch, das Shirt ohne das Rockteil zu nähen. Aber die Neugier ist meine beste Freundin und so habe ich es wider besseres Wissen doch ausprobiert. („Wenns doof aussieht kannst du es ja wieder abschneiden“, argumentierte meine beste Freundin). Und Überraschung: Es gefällt mir ganz gut.

Da ich nie etwas nähen kann, ohne es zu besticken oder sonst irgendwie zu verzieren, musste für dieses Shirt natürlich auch etwas her. Eigentlich sollte ein hübsches, kleines Fischgerippe – passend zu den maritimen Ringeln – das Shirt zieren. Aber wohin damit? Auf den Arm? Auf den Rücken? Oder vorne auf den roten Streifen als „Gürtelschnalle“??? Oder vielleicht doch lieber ein Blümchen? Zum Anstecken? Dann kann man es wenigstens beliebig positionieren… hm.

Weil ich mich nicht entscheiden konnte, wohin mit dem Fisch und weil ich das Shirt endlich fertig nähen wollte, ist es dann eben doch wieder ein Blümchen geworden, wie hier auch schon, und schon wieder rotgepunktet.

Na was soll’s, ich sag’s mal durch die Blume: Wer mag schon Fischgräten??
Noch mehr Selbstgenähtes gibt es übrigens, wie jeden Mittwoch hier.

Schnitt: „Joana“ von Jolijou über Farbenmix