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Streifen (wie) gemalt

Streifen sind ja immer angesagt – und im Moment ganz besonders. Ich liebe Ringel und Streifen (gibt’s da eigentlich einen Unterschied?) und hamstere zwanghaft geringelte Shirts, Pullis, Socken und Stoffe sowieso. Ich habe sogar eine gestreifte Teekanne. Jetzt habe ich meiner Streifen-Shirt Kollektion noch eine weitere Variante hinzugefügt, nämlich gemalte Streifen.

shirt mit aufgemalten streifen

Dafür habe ich die Stofffarbe verwendet, die eigentlich für meine Stoffdruckexperimente vorgesehen war. Die eignet sich zum stempeln nicht so gut und musste deshalb anderweitig eingesetzt werden. Ich könnte jetzt noch rote, grüne, schwarze, gelbe und lila Streifen malen – blau ist so gut wie alle. ;-)

shirt mit aufgemalten streifen

Den Schnitt habe ich von einem alten Shirt abgenommen – ich glaube so etwas nennt man angeschnittene Ärmel. Die Schleife ist leider etwas üppiger geraten als geplant, weil ich ausgerechnet dort gekleckst habe und deshalb etwas umdisponieren musste. Angesichts des Wetters bin ich froh, dass ich mich für lange Ärmel entschieden habe. Die habe ich einfach umgekrempelt – zum Säumen hatte ich nämlich keine Lust.
Was die anderen Damen hübsches für diesen unfrühlingshaften Frühling gezaubert haben, seht Ihr wie jeden Mittwoch beim MMM.

Der Herbst war schneller

Eigentlich wollte ich diesen Mantel schon viel früher fertig haben, aber wie das immer so ist – ich bin einfach nicht dazu gekommen. Der Herbst war einfach schneller als ich und jetzt haben wir schon fast November, also praktisch Weihnachten. Na ja, jetzt ist er endlich fertig und ich auch. ;-)
Ich glaube so etwas Aufwändiges habe ich noch nie genäht und ich bin auch nicht sicher ob ich das noch mal mache. Allerdings macht es natürlich auch Spass sich was Bänder, Litzen, Stickereien und sonstiges Getüddel angeht, mal so richtig auszutoben – und auf so einem Mantel ist ja ’ne Menge Platz.

Bei den Stoffen habe ich ebenfalls aus dem Vollen geschöpft und fröhlich gemixt. Einen grauen Jeansstoff für den Korpus, Walk mit aufgefilzten Wollfäden für die Ärmel, ein Rest brombeerfarbener Walk und ein lila-himbeer Cord für die Taschen und sonstige Verzierungen. Das ganze habe ich dann noch mit einem grauen Nicky gefüttert, was wahrscheinlich keine so gute Idee war. Das Einnähen des Futters hat, glaube ich, länger gedauert als alles andere zusammen. Was A daran liegen kann, dass ich noch nie irgendwo ein Futter eingenäht habe und ich B auch nicht sicher bin ob Nicky sich als Futter wirklich gut eignet. Aber auf jeden Fall ist es schön kuschelig.

Die Knopfleiste vorne musste ich ansetzten, da ich leider vergessen hatte den Stoff vorzuwaschen und er nach dem Waschen natürlich etwas eingegangen war und sich vorne ziemlich verzogen hatte und deshalb nicht mehr richtig zuging.

So, jetzt hoffe ich, dass der Herbst noch ein bisschen bleibt damit ich das gute Stück noch das ein oder andere Mal anziehen kann bevor ich die Daunenjacke rausholen muss – bin ja ’ne Frostbeule. Und vielleicht sollte ich ihn vorher auch noch mal bügeln.
Mehr Mittwochs-Kreationen gibt’s wie immer hier.

Schnitt: Johanna von Traumschnitt über Farbenmix
Stickdateien: Diverse über Huups

Ein Kapuzenshirt und ein Dankeschön {MMM}

Seit ungefähr anderthalb Jahren nähe ich jetzt und das macht mir auch großen Spass. Aber in meinem gesamten Bekanntenkreis gibt es niemanden der damit irgendwas am Hut hat – außer vielleicht einen Knopf annähen.
Deshalb an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an Cathrine und den MeMadeMIttwoch. Es macht einfach viel mehr Spass, wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen und deren Werke bewundern kann. Durch den MMM habe ich schon so viele Tipps und Anregungen bekommen, dass ich ein ganzes Heer von Näherinnen engagieren müsste um alle Ideen umzusetzen.

Dieser letzte MeMadeMittwoch vor der Sommerpause, steht ja unter dem  Motto „Sommerträume“. Also mein Sommertraum wäre, dass einfach mal Sommer ist und ich mein Strandkleid vom vorletzten MMM endlich mal anziehen könnte ohne Frostbeulen zu bekommen. Weil mir die Farben so gut gefallen haben habe ich mir noch ein Kapuzenshirt in der gleichen Farbkombi genäht. Da kann ich jederzeit eine Strickjacke oder notfalls auch einen Anorak drüber ziehen. Aber jetzt ist ja schon bald Juli und ich bin fest entschlossen mein Kleidchen demnächst an der Nordsee spazieren zu führen.

Bis es soweit ist, träume ich noch ein bisschen vom Sommer und zwar hier.

Schnitt: „Antonella“ von Schnittreif über Farbenmix, Kapuze: eBook von Farbenmix,

Strandkleid für große Mädchen {MMM}

Das letzte Mal, das ich ein Strandkleid trug ist schon eine Weile her. Damals war es gelb und aus Frottee, kombiniert mit Eimer und Schäufelchen. Mein neues Strandkleid ist ein paar Nummern größer und aus geringeltem Jersey.

Zusätzlich hab ich noch zwei Taschen aufgenäht, die natürlich strandkleidmäßig bestickt sind.

In die Taschen passt leider nicht ganz soviel hinein wie in einen Sandeimer. Trotzdem werde ich von der Strandkleid-mit-Schaufel-und-Eimer-Kombination wohl absehen und mir stattdessen noch eine altersgemäße Strandtasche nähen.

Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch der Strand und entsprechendes Wetter. Und obwohl ich mittlerweile ein großes Mädchen bin, hätte ich jetzt große Lust eine Sandburg zu bauen – natürlich mit Wassergraben!
Mehr Selbstgeschneidertes für den Sommer gibt’s wie immer hier.

Schnitt: “Vlieland” von Schnittreif, Stickdatei „Cala Aurosa“ von Lila-Lotta über Huups

MMM – Joana mit Blümchen

Da ich im Moment nicht so viel Zeit zum Nähen habe, hat es nur für ein schnelles Shirt ohne Ärmel gereicht. Aber Gott sei Dank ist ja nun endlich Sommer und wer braucht da schon Ärmel?

Trotz Zeitmangel musste natürlich trotzdem noch eine kleine Verzierung her.

Deshalb hab ich mir (mal wieder) ein Blümchen zum Anstecken gebastelt. Blümchen gehen ja immer. Ich glaube, davon mach ich mir noch ein paar – sobald ich wieder mehr Zeit habe.
Mehr Selbstgenähtes – mit und ohne Blümchen – gibt’s wie immer hier.

Schnitt: “Joana” von Jolijou über Farbenmix

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MMM – Pünktchenkleid

Ich bin ein großer Pünktchenfan. Leider hat der Stoff nicht für ein ganzes Kleid gereicht – deshalb musste noch ein Blümchenstoff dran glauben.

Für den Ausschnitt und die Ärmel hab ich mal was Neues ausprobiert und zwar nach diesem Tutorial. (Vielen Dank!)

Als Basis habe ich den Schnitt Vlieland verwendet und ein bisschen abgeändert.

Und wenn es nicht so kalt wäre, könnte ich das Kleid auch mal anziehen. Noch mehr selbstgeschneiderte Kreationen gibt’s wie immer bei Cat- und -Kascha.

MMM: Joana – mit Blümchen und ohne Gräten

Ich bin überhaupt kein Anhänger von der „Langes-Shirt-über-Hose-Kombination“. Das sieht an anderen immer toll aus – an mir nie. Deshalb war mein ursprünglicher Plan auch, das Shirt ohne das Rockteil zu nähen. Aber die Neugier ist meine beste Freundin und so habe ich es wider besseres Wissen doch ausprobiert. („Wenns doof aussieht kannst du es ja wieder abschneiden“, argumentierte meine beste Freundin). Und Überraschung: Es gefällt mir ganz gut.

Da ich nie etwas nähen kann, ohne es zu besticken oder sonst irgendwie zu verzieren, musste für dieses Shirt natürlich auch etwas her. Eigentlich sollte ein hübsches, kleines Fischgerippe – passend zu den maritimen Ringeln – das Shirt zieren. Aber wohin damit? Auf den Arm? Auf den Rücken? Oder vorne auf den roten Streifen als „Gürtelschnalle“??? Oder vielleicht doch lieber ein Blümchen? Zum Anstecken? Dann kann man es wenigstens beliebig positionieren… hm.

Weil ich mich nicht entscheiden konnte, wohin mit dem Fisch und weil ich das Shirt endlich fertig nähen wollte, ist es dann eben doch wieder ein Blümchen geworden, wie hier auch schon, und schon wieder rotgepunktet.

Na was soll’s, ich sag’s mal durch die Blume: Wer mag schon Fischgräten??
Noch mehr Selbstgenähtes gibt es übrigens, wie jeden Mittwoch hier.

Schnitt: „Joana“ von Jolijou über Farbenmix

Erster Versuch

Eine Overlock hab ich jetzt schon eine ganze Weile. Nur ausprobiert hab ich sie noch nie. Ich bin nicht gerade ein technisches Genie und Geräte mit umfangreichen Bedienungsanleitungen finde ich tendenziell beängstigend. Trotzdem hab ich mich jetzt aber endlich aufgerafft, weil alle immer so tolle Shirts nähen und ich die Maschine ja schließlich zu diesem Zweck angeschafft habe. Herausgekommen dabei ist dieses Shirt:

Bevor ich das Ganze zusammen getackert habe, musste aber noch eine Verzierung drauf. Ein Blümchen. Da ich keine Lust auf weitere Experimente hatte, (Sticken auf Jersey – nächstes mal vielleicht)  habe ich einfach ein Freestyle-Blümchen draufgenäht.

Einfach mit schwarzem Garn drauflosgenäht, die Kanten schön fransig.

Da fallen eventuelle Fehler nicht auf und man kann immer sagen  „das gehört zum Look“.

Den Saum habe ich einfach umgeklappt und von innen einen Jeansstreifen drübergenäht. Noch einen kleinen Knopf und ein Stückchen Webband – fertig! Und es war gar nicht sooo schwer. Warum hab ich das nicht schon früher ausprobiert?

Schnitt: „Fanö“ von Schnittreif über Farbenmix

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